Am Samstag bundesweit Aktionen zum WeltvegetarierInnentag
Düren/ Müddersheim. Am 01. Oktober fand der WeltvegetarierInnentag statt an dem sich auch die GRÜNE JUGEND DÜREN mit einer Aktion gegen Massentierhaltung beteiligte. Von 10 Uhr bis 13 Uhr harrten die jungen Dürener_Innen in der Innenstadt in einem kleinen Käfig aus, um auf die quälenden Haltungsbedingungen von Mast- und Legehühnern in der industriellen Landwirtschaft aufmerksam zu machen.
„Die Hähnchenmastanlage in Müddersheim hat mit Landwirtschaft nicht merh viel zu tun. Das ist eine Industrieanlage, in der die Qual der Tiere billigend in Kauf genommen wird, um billiges Fleisch zu erzeugen und fette Gewinne zu machen. Die Leidtragenden sind vor allem die Tiere, aber auch die Anwohner, denn solche Anlagen haben beträchtliche Emissionen.“, kritisiert Anna Zentis den Inhaber der Anlage von Gyer. Zusammen mit den Schweinemastanlagen in Thum und Aldenhoven – so die GRÜNE JUGEND DÜREN– sei mit der Hähnchenmastanlage in Müddersheim nun schon die dritte industrielle Massentierhaltung im Kreis Düren in Betrieb.
Mitglieder der GRÜNEN JUGEND DÜREN haben sich als Hühner verkleidet in einen 1 Quadratmeter kleinen Käfig eingesperrt und lautstark protestiert. „Die meisten Hühner verbringen ihr gesamtes Leben in viel zu kleinen Käfigen. Dort haben sie keinerlei Auslauf oder Beschäftigung, vor allem werden sie mit Hormonen und Antibiotika voll gestopft, was eine sehr schnelle und immense Gewichtszunahme hervor ruft. In Kombination resulitiern Unbeweglichkeit und Verstümmelung und so eine qualvolle Existenz bis zur Schlachtung.“, sagt Isabel Elsner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND DÜREN: „Wir möchten die Menschen wachrütteln und dazu aufrufen, weniger tierische Produkte zu konsumieren und mehr Produkte aus Biohaltung zu kaufen.“
Seit 1977 wird der WeltvegetarierInnentag begangen, um das Bewusstsein in der Gesellschaft für eine vegetarische Ernährung zu öffnen und an das Leid der Tiere zu erinnern. Als GRÜNE JUGEND schließen wir uns heute dieser Forderung an und wollen uns für eine Welt einsetzen, in der es keinen Platz für strukturelles Tierleid mehr gibt.
„Die GRÜNE JUGEND DÜREN setzt sich dafür ein, dass Tiere geschützt und keinem unnötigen und unverhältnismäßigen Leid ausgesetzt werden. Industrielle Massentierhaltung lehnen wir ab, genauso wie Tierquälerei!“, sagt Isabel Elsner weiter. „Die vielen Ausnahmeregelungen im Tierschutzgesetz gehören endlich abgeschafft und ein echter Tierschutz festgeschrieben.“ Die GRÜNE JUGEND ruft außerdem alle Menschen dazu auf, bewusster mit dem Konsum tierischer Produkte umzugehen und eine nachhaltigere Lebensweise zu praktizieren.
„Tierische Produkte machen den Großteil unserer Ernährung aus. Dabei ist die Erzeugung dieser Produkte mit vielen Problemen verbunden, wie zum Beispiel Ressourcenverknappung, Verödung von Landschaften und wachsendem Methan-Ausstoß, was dem Klima schadet.“, gibt Anna Zentis zu bedenken. „Wir werden die Unterschriften, die wir in der Innenstadt gesammelt haben Herrn von Gyer zuschicken. Ihm ist überlassen was er damit macht.“